BÜROKRATIE - IRRSINN - die Interessengemeinschaft


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Der NUTZEN?

Die KRITIK

Alles dicht - oder was?



KLARTEXT: Geht es wirklich um die Gefahr für die Umwelt?

Beim Sinn der Dichtheitsprüfung stellt sich die Frage, um welche mögliche Verunreinigung des Grundwassers geht es eigentlich.

Die FAKTEN:

Ein Einfamilienhaushalt mit 2 – 4 Personen verbraucht im Jahr
unter 100 Kubikmeter Wasser, das sind 270 Liter pro Tag.

Die Menge der Fäkalien und (immer umweltfreundlicheren) Reinigungsmitteln wird fünf Liter pro Tag nicht überschreiten, wobei feste Fäkalien auf dem Abwasser schwimmen und bei ihrer Auflösung längst das öffentliche Kanalsystem erreicht haben.

Der Verschmutzungsgrad des häuslichen Abwassers bewegt sich also um 1%.

I
n einer langjährig bestehenden Leitung wird die Rohrdichtung im Sohlbereich dicht sein, da sie immer feucht gehalten wird, und selbst bei leichter Durchwurzelung entstehende Risse sich dicht setzen.

Ergänzen kann man das noch durch Feststellungen von Tiefbauingenieuren, die uns geschrieben haben:
"Eventuell austretendes Abwasser bildet eine mineralische, wasserdichte Verkrustung, sodass kein weiteres Abwasser austreten kann. Diese Verkrustungen kannte man früher von Misthaufen auf Bauernhöfen, diese Schicht hat ein Eindringen von Flüssigkeiten ins Erdreich verhindert. Auch in Abwasserrohren findet man im Sohlbereich eine harte, dichte und spröde Ablagerung, die eine Abdichtung bewirkt."

Sollte hier doch noch wenig Abwasser austreten, wird es unser Grundwasser nicht erreichen, denn das ist durch Mergelschichten gut geschützt.
Eine Verschmutzungsgefahr ist also gleich Null.

Aus Kreisen des Umweltministerium hört man, dass es bei der Dichtigkeitsprüfung auch eher um Wirtschaftlichkeit gehe.

Wirtschaftlichkeit?

Die Anhänger einer Dichtheitsprüfung meinen damit den sogenannte Fremdwassereintrag, d.h. in Leitungen eindringendes Frischwasser. Dies führe zur Erhöhung der Kosten für die Klärung des Abwassers.

Bauingenieur Henkes: ´Das ist einach lachhaft.´

Er erläutert es am Beispiel der Stadt Bad Oldesloe im Kreis Stormarn:
Die Differenz zwischen durch Gebühren abgerechneter Abwassermenge und der tatsächlichen in der Kläranlage gereinigten Menge beträgt dort ca.20%.

Es ist bekannt, dass die Ursache dieser Differenz zu einem Großteil im öffentlichen Leitungsnetz zu suchen ist. Das sind u.A. nicht wasserdichte Kanaldeckel, Direktanschlüsse einzelner Straßeneinläufe und notwendige Spülungen.

Zu dem kleineren Teil der Differenz könnten dann Fehler in den Hausleitungen beitragen. Die hier in Frage kommenden Privathaushalte verursachen weit unter 40% der Abwassermenge.

Das Kosteneinsparungspotential durch absolute Dichtheit dieser Leitungen beträgt also um die 3%, für den einzelnen Haushalt ein einstelliger Euro-Betrag im Jahr.

Mehr angebliche "Argumente" für die teure Dichtheitsprüfung haben wir bislang nicht gehört.



KLARTEXT: Konjunkturprogramm für die Kanal- und Rohrreinigungsbranche

Es geht um richtig viel Geld wie man am Beispiel der Stadt Bad Oldesloe im Kreis Stormarn sehen kann.
Dort gibt es ca. 5.500 Einfamilienhäuser. Bei einem Sanierungsbedarf laut Umweltministerium von 80% bedeutet dies, dass allein von den Hausbesitzern in dieser Stadt
mindestens 20 Millionen Euro zu erbringen sind.

Solche Kosten sind unverhältnismäßig und nicht zumutbar!


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